Zündleitungen mit induktivem Blindwiderstand

Im Innern einer solchen Zündleitung findet sich wie bei Carbon-Widerstand-Zündleitungen ein Glasfaserkern. Über dem Fiberglas befindet sich eine leitende und magnetische Silikonschicht, um die ein Edelstahldraht gewickelt ist. Wie bei einer Spule entsteht hier eine Induktionsspannung (Elektromagnetismus).

In diesen Zündkabeln wird ein pulsierendes Magnetfeld erzeugt. Die Zündspule speichert Energie und gibt sie anschließend wieder ab. Als Ergebnis hebt sich die induktive Spannung im Kabel auf. Daher wird dies als "reaktive Energie" und der induktive Widerstand als "Reaktanz" bezeichnet. Der Widerstand solcher Zündleitungen schwankt je nach Motordrehzahl.

Zündleitungen mit induktivem Blindwiderstand sind von zwei Silikonschichten und Glasfasergewebe umgeben. Die Innenisolierung aus Silikon verleiht dem Kabel dabei mehr Steifigkeit und schützt vor hohen Zündspannungen. Das Glasfasergewebe verleiht eine höhere Zugfestigkeit. Die Außenisolierung aus Silikon-Kautschuk ist bis 220 °C belastbar und resistent gegen Benzin und Öl.

Ein Meter Kabel dieses Typs kann über einen Entstörwiderstand von 2,2 kΩ bis 8 kΩ verfügen.

Zeichnung Zündleitung mit induktivem Blindwiderstand.
Zündleitungen mit induktivem Blindwiderstand sind von zwei Silikonschichten und Glasfasergewebe umgeben